Mann vs. Frau

Wo? : Schlachtfeld Beziehung
Wann? : 24h/Tag

Um mich herum kommen und gehen Beziehungen, wie Schaumblasen in der Badewanne. Keiner will alleine, kann aber auch nicht zu zweit. Männer und Frauen sind wie Streichholz und Streichholzschachtel, die nur zu zweit in der Lage sind ein Feuer zu entfachen. Es spendet dann Wärme, Licht und Energie kann aber höllisch weh tun, wenn man ihm zu nahe kommt. Ehe man sich versieht, ist das Streichholz dann erlöschen und man greift zum nächsten. So sind wir also Tag ein Tag aus auf der Suche nach dem Streichholz, dass aus irgendeinem wundersamen Grund einfach nicht runterbrennen will. Selbst wenn man pustet und es in den Regen hält, wird es eine kleine Flamme tragen, die jederzeit in der Lage ist sich wieder in ihrer ganzen Schönheit zu entfachen.
Glück für diejenigen, die es schon gefunden haben und Mut denjenigen die noch auf der Suche sind. Glaubt mir, ihr werdet es finden. Außerdem ist Vorfreude ja bekanntlich die schönste Freude.

3.12.08 12:41, kommentieren

zweitausendundachter 1. Advent

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.

Jedes Jahr das gleiche. Ist hier eigentlich jemand ernsthaft am 1. Advent schon in Weihnachtsstimmung? Oder eher in Konsumstimmung?? Schenken, beschenk werden, sich selbst was schenken... und vorher schön viel Glühwein, damit man sich sozusagen in Weihnachtsstimmung trinkt. Naja, und wer Glühwein nicht mag, der trinkt halt Lumumba. Da schmeckt man sogar den doppelten Schuss kaum, ist doch klasse!
Aber mal im Ernst. Traditionen schweißen ja bekanntermaßen zusammen. Nicht nur in der Familie oder im Dorf, sondern auch eine ganze Gesellschaft. Zu Zeiten, in denen man sich nicht mal mehr im Fahrstuhl grüßt, doch `ne gute Sache. Außerdem wird durch den Konsum schön die Konjunktur angeschraubt. Das schafft Arbeitsplätze und unterm Strich einen größeren Wohlfahrtsgewinn für alle. Voll einfach. Also schön mitmachen! (Dank des Glühweins, fällt das auch gar nicht mehr so schwer...)

1 Kommentar 30.11.08 12:58, kommentieren

die Geister, die ich nicht rief

Heute war es wieder soweit. Einer dieser Tage, an denen man schon morgens mit Müll beladen wird. Ich hetze durch die alten Gemäuer die Uni und werde mit Werbeflyern, Faltbroschüren und sogar ganzen Zeitungen von der "linken." beworfen. Die Treppen und Gänge sind nahezu vollständig bepflastert. Im Grunde genommen habe ich ja nichts dagegen, wenn Gruppierungen, welcher Art auch immer, Werbung in eigener Sache machen, aber muss es gleich in visueller Gehirnwäsche ausarten?
Mittags werde ich dann doch mit einer Art von Publikation konfrontiert, auf die ich in jeder Hinsicht verzichten kann. Ich öffnete die Post und muss feststellen, dass ein Jahreskatalog der sogenannten Arndt Buchhandlung aus Kiel in den Händen halte. Mein erster Eindruck bestätigte sich dann durch kurze Internetrecherche. Der Arndt-Buchdienst / Europabuchhandlung oder auch "Lesen und Schenken" (die Herren können sich da wohl nicht ganz einigen) ist ein bekannter rechtsextremistischer Verlag, der geschichtsrevisionistisches und holocaustleugnendes Material vertreibt. Dazu kommt dann noch eine Menge Popagandamaterial, wie z.B. eine deutsche Landkarte mit den Grenzen von 1937 oder Bücher mit Titeln wie "Irrweg Einwanderung - die weiße Welt am Abgrund". Ist sowas überhaupt erlaubt? Nicht nur, dass ich nicht weiß, woher die meine Adresse haben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Verlag mit derartigen Publikationen verfassungsrechtlich existieren darf. Verärgert und verwirrt muss ich abends noch eine Vorlesung besuchen. Was darf ich mir da anhören? "Ode an Stalin" von Johannes R. Becher, seinerzeit Minister in der DDR. Spitze, zum Ende des Tages hin, sozusagen als Bonbon, noch ein Gedicht in dem einer der schlimmsten Massenmörder der Welt glorifiziert wird... Da zerren nun also die Geister dieser Welt an einem, von oben und unten, von links und rechts von hinten und vorne von... also, immer schön den Kurs halten. Guten Abend!

1 Kommentar 27.11.08 20:06, kommentieren

über sogenannte "Möbel"

kalt

knall rot

weiß schwarz

tod.

Vergewaltigt haben sie die Bäume
Presspappe sagt man
hohl, ohne Geist und Gabe
klauen Platz und Luft der Räume.

Eine Scharr von Klonen
wer soll damit wohnen?

Emotionslos,
trostlos,
formlos.

Weder Zukunft noch Vergangenheit
nichts sagend und voller Einsamkeit.
Wie eine Symphonie auf einem Ton,
strahlen sie mich an voller Hohn.

Die Frucht aus Geiz und Gier!
Sie stehen sogar bei mir
in den Vorlesungssälen,
um mich noch mehr zu quälen!

Wie soll meine Generation das schaffen?
Dabei kann man einfach nichts raffen,
bald sind wir alle infiziert
und die Welt damit ruiniert…

1 Kommentar 26.11.08 12:57, kommentieren